Als „Hamburger Deern“ wurde ich in Hamburg geboren und bin an der schönen Alster in der Nähe des Stadtzentrums aufgewachsen. Meine Eltern stammen aus Berlin, so dass meine Wurzeln in beiden Großstädten liegen.
Die Musik war und ist immer ein ganz wichtiger Teil meines Lebens.
Mein Vater war Musiker und in unserer Familie wurde immer viel und gerne musiziert.
Selbstverständlich gehörte zu unserem Haushalt auch ein Klavier. Daher begann ich im Alter von 6 Jahren Klavier zu spielen. Dazu gesellte sich später die Bockflöte.
Während meiner gesamten Kindheit habe ich mit Leidenschaft Klavier gespielt. Mit ungefähr 14 Jahren zog es mich dann zu einem ganz anderen Instrument hin: Ich entdeckte meine Leidenschaft für die Harfe.
Mein Vater war sofort begeistert und organisierte eine Lehrerin für mich. Sie hieß Julie Hahn und war damals Soloharfenistin an der Staatsoper Hamburg. Bereits während meiner Schulzeit war ich Gaststudentin für Harfe an der Musikhochschule Lübeck.
Nach dem Abitur zog ich nach Lübeck um an der dortigen Musikhochschule Harfe für Orchester und Musikpädagogik zu studieren.
Während meines Studiums habe ich sowohl im Hochschulorchester als auch bei den Lübecker Symphonikern und an der Staatsoper Hamburg Erfahrungen als Orchesterharfenistin gesammelt. Neben der Kammermusik lernte ich auch im Bereich „Neue Musik“ und „experimentelle Musik“ viel Neues kennen.
In Lübeck lernte ich meinen späteren Mann, einen Medizinstudenten aus Bamberg kennen. Nach seinen ersten Assistenzarztjahren an der Ostsee zogen wir gemeinsam in die Nähe von Bamberg.
Hier lebe ich mit meiner Familie seit dem Jahr 1990.
Ich gebe Konzerte solo und in unterschiedlichen Kammermusikensembles, u.a. Harfe und Gitarre.
Weiterhin gebe ich Harfenunterricht in der Stadt und im Landkreis Bamberg sowie in Kulmbach. Das Unterrichten ist für mich eine sehr spannende und abwechslungsreiche Aufgabe.
Meine jüngsten Harfenschüler gehen noch in den Kindergarten, die Ältesten haben schon das Rentenalter erreicht. Jeder Mensch ist etwas ganz besonderes, diese Einzigartigkeit motiviert mich zum ganz individuellen Unterricht.
In den Harfenstunden mit meinen jüngsten Schülern, die zum Teil noch in den Kindergarten gehen, wird neben der Arbeit am Instrument viel gesungen, getanzt und gemalt. Für mich ist es entscheidend, dass die Musik mit allen Sinnen erfahrbar wird. Nur so kann man sie wirklich begreifen und verinnerlichen.
Mir ist wichtig, dass jeder Schüler seinen Unterricht mit Freude, Neugier und Spannung erwartet. Mein größter Wunsch ist es, meinen Schülern das große Klangspektrum und die Klangvielfalt dieses wunderschönen Instrumentes nahe zu bringen.
Neben dem Einzelunterricht lieben vor allem die erwachsenen Schüler den Unterricht in der Gruppe. Gemeinsames Musizieren steht an erster Stelle. Technik und Spielfertigkeiten werden je nach Fähigkeit und Spielniveau des einzelnen Schülers geübt. So ist es auch für mich immer wieder spannend mit der Gruppe ein gemeinsames Klangerlebnis zu erzielen.
Neben der Freude, Konzerte zu geben, bei festlichen Anlässen zu spielen und Unterricht zu geben, habe ich das große Potential der Harfe in der Heil- und Klangarbeit entdeckt.
Die Fortbildungen im „Institut für Harfe und Musikheilkunde“ bei Uschi Laar, der Gründerin dieses Instituts, haben mir einen ganz neuen und tieferen Zugang zur Harfe und meiner Spielweise ermöglicht.
Ich habe zunehmend das Bedürfnis, die Menschen mit meinem Spiel innerlich zu bewegen und zu berühren. Dies ist sowohl bei den glücklichen Ereignissen des Lebens wie Geburt, Taufe, Geburtstag und Hochzeit möglich, als auch bei leidvollen Prozessen wie Krankheit und Sterben.
Gerade in diesen so einschneidenden Lebensabschnitten kann eine musikalische Begleitung durch die Harfe äußerst unterstützend und heilend wirken. Es ist für mich sehr bereichernd und erfüllend zu erfahren, wie sensibel und „vielsaitig“ die Harfe auf die betroffenen Menschen wirkt.